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Liebesschlösser

Alex und Rebecca sind seit einem Jahr zusammen und haben eine romantische Idee.
Um 19 Uhr treffen sie sich in einem feinen Restaurant. Es gibt eine Vorspeise, eine Hauptspeise und sogar noch ein Dessert! Das Essen ist lecker und anschließend sind sie sehr satt. Doch jetzt kommt erst der romantische Teil des Abends.
Hand in Hand spazieren sie durch die Stadt und freuen sich über die weihnachtliche Dekoration. Alex und Rebecca machen sich auf den Weg zu einer Brücke. Dort wollen sie ein Liebesschloss aufhängen!
Auf der Brücke hängen schon sehr viele Liebesschlösser. Ihr Schloss haben sie selbst bunt angemalt. Darauf steht „Alex + Rebecca“ und „seit 02.12. 2019“. Als sie bei der Brücke ankommen, wollen sie den perfekten Platz finden. Direkt in der Mitte!
Plötzlich entdeckt Rebecca ein Problem: Der Schlüssel ist spurlos verschwunden. Das Schloss ist aber schon zu und sie können ohne Schlüssel nicht aufmachen. Wie sollen sie es dann aufhängen? Unmöglich.
Alex ist gestresst und ärgert sich. Er hatte den Schlüssel eingesteckt. Wo hat er ihn nur hingegeben? Dann fängt Rebecca zu lachen an. „Ist doch egal“, sagt sie ihm und gibt ihm einen Kuss auf die Wange. Seitdem liegt das Liebesschloss als Dekoration in ihrer Wohnung.
 

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Die Sonne genießen

Ramona liebt die Sonne. Sie ist ihre Droge, sie ist süchtig danach. Deshalb hat sie diesen Sommer einen besonderen Plan: Sie wird nicht in ihrer Heimatstadt München bleiben.
Sie nimmt Kisten und legt viel Kleidung hinein. Dann nimmt sie eine weitere Kiste und füllt sie mit verschiedenen Sachen: Salz, Pfeffer, Öl, Spaghetti, ihre Kräuterpflanzen, Handtücher, Geschirrtücher…
Danach packt ihre Freundin Juliane auch ihre Sachen ein. Sie verabschieden sich von München und die große Reise geht los! Zusammen fahren sie bis nach Schweden. Im Sommer geht hier die Sonne nur für drei Stunden unter. Unglaublich, den ganzen Tag Sonne! Ramona kann es gar nicht glauben.
Die Freundinnen haben für drei Monate ein kleines Haus am See gemietet. Es ist wunderschön. Schnell räumen sie die Kisten aus. Dann legt sich Ramona als erstes in die Wiese und in die Sonne! Es ist warm, aber nicht heiß. Nach dem Essen fahren sie mit einem kleinen Boot auf den See. Am Abend grillen sie im Freien.
Hier kann Ramona definitiv den Sommer und die Sonne genießen!
 

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Die peinliche Stille

Ich liebe Wörter. Ich habe sicher schon zweitausend Bücher in meinem Leben gelesen. Außerdem habe ich schon selbst Bücher geschrieben und sie auch verkauft. Ich liebe also das geschriebene Wort, aber das gesprochene ist manchmal sehr schwierig für mich. Wenn ich auf einem Date bin, ist es besonders schlimm. Dann sitze ich mit dem Mann an einem Tisch und weiß oft nicht, was ich sagen soll. Und er auch nicht.
Vor jedem ersten Date habe ich Angst vor dieser peinlichen Stille. Heute habe ich sie auch. Um 18 Uhr treffe ich mich mit Johannes zum Abendessen. Davor schminke ich mich und ziehe mir einen Rock an. Auch er hat sich schön gemacht und sofort beginnt der Small Talk. Schließlich kommt der Moment der peinlichen Stille: Wir wissen beide nicht, was wir sagen sollen. Plötzlich fällt mir der Löffel mit der Suppe aus der Hand und ich bin von oben bis unten voll. Johannes lacht laut und ich stimme mit ein. Das Eis ist gebrochen. Während des ganzen Abendessens kommt es zu keiner peinlichen Stille mehr.
Danach gehen wir spazieren. Zuerst reden wir über Gott und die Welt. Doch dann werden wir leise und sagen nichts mehr. Aber es ist keine peinliche Stille. Ich genieße die Stille mit ihm zusammen. Es ist wunderschön.

 

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Führerschein

Felix hat große Angst. Er sitzt schon den ganzen Tag in der Fahrschule, denn er macht gerade seinen Führerschein. Seit einer Woche hat er schon Theoriestunden. Heute wird er aber seine erste Praxisstunde haben. Das bedeutet: Er wird das erste Mal ein Auto fahren.
Sein Fahrlehrer lacht ihn aus, als Felix sagt, wie nervös er ist. „Das ist ganz leicht!“, sagt er ihm. Er dreht nur drei Runden auf dem Parkplatz, dann muss Felix schon auf die Straße. Er will nicht, aber er muss.
Felix fährt im Kreisverkehr in die falsche Richtung, bleibt beim Zebrastreifen nicht stehen und kann bei der Ampel nicht losfahren. Er fährt schlecht mit dem Auto. Der Fahrlehrer sagt ihm, dass er noch viele Fahrstunden nehmen muss.
Das macht Felix auch. Er besteht die Theorieprüfung ohne Probleme, aber das Autofahren ist noch immer grauenhaft für ihn. Er hat immer so viel Angst, mit dem Auto zu fahren, dass er oft Fehler macht. Seine erste praktische Prüfung besteht er nicht. Er vergisst, beim Überholen über die Schulter zu schauen!
Erst beim dritten Mal schafft er die Prüfung. Felix hat gar keinen Fehler gemacht! Er bekommt seinen Führerschein und ist sehr stolz auf sich.
Nach seiner Prüfung fährt Felix nie wieder ein Auto.

 

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Stadtfest

In Olpe ist Miriam aufgewachsen. Dort findet wie jedes Jahr das große Stadtfest statt. Überall stehen Blumen und Stände, die Essen anbieten. Es gibt Langos, ein großes Weißbrot mit Knoblauch, Pommes und verschiedene Würste mit Brötchen. Manchmal auch Kartoffelsalat, Krautsalat oder Suppen. Neben den besten Obstsäften aus der Region gibt es auch überall Alkohol zu trinken. Bier und Wein von den Bauern aus der Nähe. Es riecht nach Fett und Alkohol – und Miriam liebt es.
Schon als kleines Kind liebte sie das Stadtfest. Es dauert eine ganz Woche und findet am Ende des Sommers statt. Heute ist es sehr warm, am ersten Tag des Fests. Miriam spaziert allein über den Hauptplatz. Die Menschen lachen und sind glücklich.
Ihr Freund Achim kommt auch zum Fest. Sie beide gehen am See entlang spazieren. „Wir müssen zum Riesenrad“, sagt Miriam und Achim stimmt zu. Es steht direkt am See. Sie zahlen 4€ und drehen ein paar Runden im großen Rad. Man sieht über die ganze Innenstadt. Es duftet nach Blumen und sieht wunderschön aus.
Achim sagt: komm, gehen wir zum Handwerkermarkt, als sie aussteigen. Miriams Eltern haben dort einen Stand. Sie arbeiten gerne mit Holz und die ganze Stadt kann dort ihre Schnitzereien kaufen. Es gibt noch viele andere Sachen auf dem Markt zu sehen. Schöne Dekoration für innen und außen, aber auch selbst gemachte Teller und Tassen oder Lampen. Am liebsten würde Miriam alles kaufen. Ihre Eltern haben gute Laune und zusammen mit Achim bringt sie ihnen ein Glas Most.
Langsam geht die Sonne unter und Achim und Miriam machen sich auf den Weg, um ihre anderen Freunde zu treffen. Lukas, Lene und Yuri sind aufgeregt. „Das wird das coolste Konzert des Jahres!“ Zusammen gehen sie auf den Hauptplatz. Dort ist die große Bühne schon aufgebaut. Miriam isst im Stehen noch ein großes Langos, während der Platz immer voller und voller wird.
Endlich kommt die Band auf die Bühne! Es sind die berühmtesten Musiker der Stadt. Sie spielen rockige Songs, die jeder liebt. Zusammen mit ihren Freunden tanzt Miriam die nächsten zwei Stunden. Am Ende ist sie hundemüde. Aber glücklich!

 

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Fernbusse

Ich bin in Graz geboren, der zweitgrößten Stadt in Österreich. Aber schon seit zwei Jahren wohne ich in Hamburg. Dort studiere ich. Diese Woche habe ich Ferien und besuche deshalb meine Familie in Graz. Normalerweise fliege ich mit dem Flugzeug – doch heute habe ich einen anderen Plan.

Um 16:30 stehe ich am Busbahnhof. Meine Taschen sind voll mit Essen. Ich werde 16 Stunden im Bus sitzen und habe immer viel Hunger! Am Anfang habe ich Glück: Niemand setzt sich zu mir. Deshalb habe ich zwei Plätze ganz für mich allein. Das Internet im Bus ist stabil. Ich schaue einen Film auf Netflix und lese anschließend mein Buch. Dann setzt sich doch noch jemand zu mir. Wir reden ein bisschen miteinander. Daniel wohnt in Berlin und ist auch auf dem Weg nach München. Danach packe ich mein Essen aus: Es gibt einen leckeren Salat und viel frischgebackenes Brot.

Das Schlafen ist schwieriger als das Sitzen. Ich kann mich nicht zurücklehnen und mein Kopf fällt immer gegen die Fensterscheibe. Insgesamt schlafe ich ca. 3 Stunden – schrecklich!

Als ich am nächsten Morgen in Graz ankomme, bin ich hundemüde. Ich bin mir nicht sicher, ob ich noch einmal mit dem Bus nach Hamburg oder Graz fahren werde.

 

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Speisewagen

Außer Atem lief Laura am Bahngleis entlang. Sie hatte es geschafft! Die Türen des Zuges gingen auf und sie stieg ein. Kaum war sie in der Bahn, fuhr sie auch schon los. Wäre sie eine halbe Minute später gewesen, hätte sie ihren Zug verpasst.

Glücklich legte sie ihren Rucksack ab und setzte sich auf eine freie Bank. Ein paar Minuten schaute sie aus dem Fenster. Dann knurrte ihr Magen und sie öffnete ihren Rucksack, um das Essen auszupacken. Plötzlich schlug ihr Herz laut: Sie hatte das Essen zu Hause im Kühlschrank vergessen! Sie ist zu spät aufgewacht und jetzt hatte sie den Salat! Oder eben auch nicht.

Wie sollte Laura nur fünf Stunden Zugfahrt ohne Essen aushalten? Doch dann hatte sie eine Idee: In der Bahn gab es oft einen Speisewagen. Dort kann man nicht nur Sandwiches kaufen, sondern auch warme Mahlzeiten essen.

Und sie fand den Speisewagen gleich! Er war altmodisch mit dunkelrotem Stoff und viel Holz. Gemütlich setzte sie sich an einen Tisch und bestellte sich einen Kaffee, Spiegeleier mit Brötchen und etwas Süßes als Nachspeise. Der Ausblick aus dem Zug war großartig: Berge, Seen und viel Grün! Das war besser als das Essen, das im Kühlschrank vergessen hatte.

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