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Das erste Treffen

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Heute treffen sich Anna und Heiko zum ersten Mal. Beide sind ziemlich aufgeregt, denn wenn sie sich schreiben oder wenn sie telefonieren, verstehen sie sich sehr gut. Würde das in echt auch so sein?
Die Geschichte ihres Kennenlernens ist total verrückt. Heikos Schwager Michael arbeitet für eine Werbeagentur, bei der vor ein paar Monaten auch Anna angefangen hat. Schon nach wenigen Tagen hat Michael ganz aufgeregt bei Heiko angerufen und ihm von der neuen Kollegin – ebenfalls ein riesiger Rennsport-Fan – erzählt. Trotz anfänglicher Skepsis hat Heiko Michael schließlich erlaubt, ihr von ihm zu erzählen.
Bei ihrem letzten Telefonat hat Anna einen Spaziergang im Park vorgeschlagen. Nicht nur, weil es dort schön ruhig ist, sondern weil es in der Nähe auch einige nette Restaurants und Cafés gibt.
Nun steht Heiko am Ufer eines kleinen Sees und wartet gespannt auf Anna.  Kurz darauf ist es endlich so weit und sie taucht hinter einem großen Kastanienbaum auf. Heiko ist fasziniert. Anna sieht mindestens so toll aus wie auf den Fotos, die sie ihm geschickt hat. Er winkt ihr zu und sie lächelt erfreut, als sie ihn erblickt.
Die beiden spazieren gemütlich durch den Park und unterhalten sich lebhaft, vor allem natürlich über ihre außergewöhnliche Geschichte und das gestrige Formel-1-Rennen. „Was für eine Frau“, denkt sich Heiko und gesteht sich dabei ein, ein bisschen verliebt zu sein. Daher ist er auch überglücklich, als Anna seine Einladung zum Abendessen annimmt. Er lächelt, greift ihre Hand und gemeinsam machen sie sich auf den Weg zum nahe gelegenen Italiener. Zwar lässt sich noch nicht sagen, was die Zukunft bringt, doch eines steht fest: Das erste Treffen war ein voller Erfolg.

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Vokabeln

aufgeregt = (eng.) excited
in echt [ugs.] = (eng.) ≈ in reality
der Schwager, :- = der Bruder des Ehepartners oder der Ehemann der Schwester; (eng.) brother-in-law

die Werbeagentur, -en = (eng.) advertising agency
der Rennsport, - = (eng.) racing
die Skepsis, - = ≈ Zweifel; (eng.) skepticism
schließlich = zuletzt; (eng.) finally; lastly

kurz darauf = (eng.) a moment after
auftauchen = jemand kommt plötzlich irgendwohin; (eng.) to show up
jemandem zuwinken = (eng.) to wave to somebody

vor allem = hauptsächlich; (eng.) especially
außergewöhnlich = (eng.) extraordinary
gestrig = (eng.) yesterday's
eingestehen = (eng.) to admit
überglücklich = sehr glücklich; (eng.) overhappy; overjoyed
annehmen = (eng.) to accept
sich auf den Weg machen = losgehen; (eng.) to start on one's way

nahe gelegen = (eng.) nearby
der Italiener, - = hier gemeint: Italienisches Restaurant; (eng.) Italian restaurant
feststehen = (eng.) to be certain; to be known

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Fragen

  1. Wie haben sich Anna und Heiko kennengelernt?

  2. Wer ist vom Rennsport-Fan?

  3. Wieso treffen sich Anna und Heiko in dem Park?

  4. Was denkt Heiko über Anna, als er sie sieht?

  5. Hält Heiko Annas Hand bei ihrem ersten Date?

  6. Wie hat dir die Geschichte gefallen?

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Zahlt das die Krankenkasse?

  • Dialog Nr.: 1
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Vera kommt gerade vom Arzt. Sie ist stark erkältet. Er hat sie für eine Woche krankgeschrieben. Sie hat verschiedene Unterlagen bekommen. Diese muss sie nun abgeben. Ihr Arbeitgeber bekommt eine Krankmeldung. Wenn Vera krank ist, bekommt sie trotzdem ihr Gehalt weiter bezahlt. Weil der Betrieb nur wenige Mitarbeiter hat, erstattet ihm die Krankenkasse die Lohnfortzahlung.
Vera hat auch zwei Rezepte für Medizin bekommen. Ein grünes und ein rotes. Damit geht sie in die Apotheke. 
„Guten Tag. Ich habe hier ein Rezept.“ Die Apothekerin nimmt die Zettel entgegen und liest die Namen der Medikamente. „Ah, das haben wir alles vorrätig. Einen Moment bitte.“ Sie geht in einen Nebenraum. Dort sind Regale mit vielen kleinen Fächern. Sie sucht die verordneten Arzneimittel heraus und kommt an die Ladentheke zurück.
„So. Hier sind die Nasentropfen, der Hustensaft, die Kopfschmerztabletten und ein Antibiotikum. Möchten Sie bar bezahlen oder mit der EC-Karte?“
Vera wundert sich. „Ich dachte, die Medizin bezahlt die Krankenkasse? Dafür bin ich doch extra versichert. Das gefällt mir aber gar nicht!“ Die Apothekerin lächelt. „Leider zahlt die Kasse nicht alles. Die Erkältungsmittel müssen Sie selber bezahlen. Sie sind auf dem grünen Rezept verordnet worden. Die Krankenkasse übernimmt nur die Kosten für das Antibiotikum. Deshalb haben Sie dafür ein rotes Rezept bekommen. Allerdings müssen Sie auch hier einen Teil selber zahlen. Das nennt sich Rezeptgebühr. Es sind 5 Euro.“
„Das finde ich aber nicht schön!“ Vera ist verärgert. Sie hatte gedacht, dass sie alles ohne Gebühren bekommen würde. „Da ist man schon mal krank und muss dann auch noch fast alles selber bezahlen!“ Vera hofft, dass sie nicht so schnell wieder krank wird. Aber wenigstens ihr Gehalt bekommt sie weiter. So kann sie in Ruhe gesund werden.

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Vokabeln

krankschreiben = (eng.) to sign off work
die Unterlage, -n = (eng.) document
der Arbeitgeber, - = (eng.) employer
die Krankmeldung, -en = (eng.) sick call; sick note
bezahlt bekommen = (eng.) to be paid
die Lohnfortzahlung, -en = (eng.) continued pay
entgegennehmen = (eng.) to receive; to accept
vorrätig haben = im Lager vorhanden; (eng.) to have in stock
das Arzneimittel, - = Medikament; (eng.) medicament
die Ladentheke, -n = (eng.) counter
verordnen = hier: ≈ jemandem etwas verschreiben; (eng.) to prescribe
die Rezeptgebühr, -en = (eng.) prescription charge

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Fragen

  1. Im Text stehen einige Wörter, die mit „krank“ anfangen. Schreibe sie heraus und schlage die Bedeutungen im Wörterbuch nach!

  2. Wie lange ist Vera krankgeschrieben?

  3. Bekommt Vera noch ihren Gehalt von der Arbeit, wenn sie krank ist?  

  4. Erkläre den Unterschied zwischen dem grünen und dem roten Rezept.

  5. Warum ist Vera verärgert? 

  6. Kannst du verstehen, warum Vera sich so fühlt? Begründe deine Meinung. 

  7. Erkläre in eigenen Worten, was eine „Rezeptgebühr“ ist. 

  8. Wie findest du Veras Verhalten gegenüber der Apothekerin? Begründe deine Meinung. 

  9. Was muss Vera bei der Apotheke selbst bezahlen?

  10. Wie findest du es, dass die Krankenkasse nicht alle Gebühren übernimmt? Begründe deine Meinung.