Dialog Nr. 52  

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Situation: Der Reporter interviewt die Passanten. Es geht um Berliner Kitaplätze.

Personen: Reporter, Frau Huber, Frau Schäfer, Herr Jensen

Ort: Auf der Straße

Reporter: Schönen guten Tag. Hätten Sie kurz fünf Minuten Zeit für uns, um ein paar Fragen zu beantworten?

Fr. Huber: Ja, klar. Worum geht es denn?

Reporter: Wir drehen eine Reportage zu Kitaplätzen in Berlin. Haben Sie Kinder?

Fr. Huber: Nein, leider nicht.

Reporter: Schade, dann wünsche ich Ihnen noch einen schönen Tag.

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Reporter: Guten Tag, darf ich Sie kurz etwas fragen? Wir machen eine Umfrage.

Hr. Jensen: Klar, fragen Sie mal. Ich habe nur fünf Minuten Zeit. Worum geht es denn?

Reporter: Ich würde gerne wissen, ob Sie schon Schwierigkeiten …

Hr. Jensen: Entschuldigung, mein Bus kommt schon. Sie haben Pech gehabt.

Der ist früher gekommen. Schönen Tag noch.

Reporter: Ebenfalls.

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Reporter: Einen wunderschönen guten Tag wünsche ich Ihnen. Haben Sie kurz fünf Minuten Zeit? Wir wollen Ihnen nur ein paar Fragen stellen.

Fr. Schäfer: Ja, aber nur ganz kurz. Ich muss meine Tochter von der Kita abholen.

Reporter: Perfekt. Genau um dieses Thema geht es. Wir drehen eine Reportage zu den Berliner Kitaplätzen. Wie sind da Ihre Erfahrungen? War es leicht für Ihre Tochter, einen geeigneten Platz zu bekommen?

Fr. Schäfer: Nein, überhaupt nicht. Als meine Tochter Julia im August letzten Jahres geboren wurde, wussten wir schon, dass es schwierig wird, einen

Kitaplatz zu finden. Wir haben uns direkt nach der Geburt in vielen Kitas auf die Warteliste setzen lassen.

Reporter: Sie mussten sich also direkt nach der Geburt darum kümmern?

Fr. Schäfer: Ja, sonst hätten wir nicht rechtzeitig einen Platz bekommen. Ich muss ja nach einem Jahr auch wieder arbeiten.

Reporter: Und hatten Sie dann rechtzeitig einen Platz?

Fr. Schäfer: Nein, leider nicht. Wir hatten zuerst gar keinen Platz, aber eine der Kitas hat im Sommer neu eröffnet und dort konnte Julia einen Platz bekommen.

Reporter: Wie fühlen Sie sich als Mutter dabei?

Fr. Schäfer: Na ja, es ist kein schönes Gefühl, wenn man nach langer Zeit wieder zur Arbeit gehen muss, aber keine Betreuung für das 1-jährige Kind hat. Mein Arbeitgeber war zum Glück sehr verständnisvoll und hat mich noch einen weiteren Monat freigestellt. Aber Geld habe ich in diesem Monat weder vom Staat noch von meinem Arbeitgeber erhalten. Das war auch nicht einfach.

Reporter: Sind Sie der Meinung, dass das Land Berlin mehr Plätze für Kinder bereitstellen muss.

Fr. Schäfer: Auf jeden Fall. Ich fühlte mich sehr alleingelassen und war bei mehreren öffentlichen Stellen. Aber ich habe immer nur zur Antwort bekommen: ‘‘Was sollen wir denn machen? Wir haben nicht mehr Kitas. Wir können keine Plätze zaubern.‘‘ Das war sehr nervig.

Reporter: Das Land Berlin ist verpflichtet, jedem Kind einen Betreuungsplatz zu geben. Haben Sie auch daran gedacht zu klagen?

Fr. Schäfer: Nein, soweit kam es bei uns ja zum Glück nicht. Wir sind froh, dass wir nun eine Kita gefunden haben und sind dort auch glücklich. Julia fühlt sich wohl und die Erzieher sind sehr herzlich. Man kann sich die Kita ja leider nicht aussuchen. Wenn man einmal einen Platz hat, kann man nur hoffen, dass die Chemie auch stimmt. Einen anderen Platz zu bekommen ist unmöglich.

Reporter: Eine letzte Frage noch. Wie weit liegt die Kita Ihrer Tochter von Ihrer Wohnung entfernt?

Fr. Schäfer: Wir wohnen zehn Kilometer von der Kita entfernt. Das ist aber kein Problem, denn es liegt auf meinem Arbeitsweg. Ich muss jetzt auch los zu meiner Tochter.

Reporter: Vielen Dank für Ihre Zeit. Einen schönen Nachmittag noch und grüßen Sie die kleine Julia von mir.

Fr. Schäfer: Das mache ich. Vielen Dank. Auf Wiedersehen.

Reporter: Auf Wiedersehen.

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Reporter: Schönen guten Tag. Hätten Sie kurz Zeit, um uns ein paar Fragen …

Dialog Nr. 53

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Situation: Frau Winter möchte den Liefertermin ändern, weil der falsch angegeben ist.

Personen: Hotline, Frau Winter, Servicemitarbeiter,

Ort: Am Telefon

Hotline: Schönen guten Tag, Sie sprechen mit der Servicehotline vom Porta Einrichtungshaus. Bitte haben Sie noch einen Moment Geduld, der nächste freie Servicemitarbeiter steht gleich für Sie bereit.

Fr. Winter: Na, super. Warteschleife.

Mitarbeiter: Guten Tag, Serviceabteilung vom Porta Einrichtungshaus. Sie sprechen mit Dominik Bergmann. Wie kann ich Ihnen helfen?

Fr. Winter: Guten Tag, mein Name ist Simone Winter. Ich habe letzte Woche eine Einbauküche im Möbelhaus bei Ihnen gekauft. Jetzt habe ich gerade eben noch mal die Auftragsbestätigung durchgelesen. Dabei ist mir aufgefallen, dass der Liefertermin falsch angegeben ist.

Mitarbeiter: Da schaue ich gern mal für Sie nach. Sagen Sie mir bitte die Nummer des Kaufvertrages. Die steht oben rechts in der Ecke.

Fr. Winter: Das ist die 1683894.

Mitarbeiter: In Ordnung. Da habe ich Ihren Auftrag. Als Liefertermin ist hier der 25. Mai 2020 vorgemerkt.

Fr. Winter: Ja, so steht das bei mir auch. Aber ich hatte mit der Verkäuferin besprochen, dass die Küche so schnell wie möglich geliefert werden soll. Wir haben gerade ein Haus gebaut und die Küche wird nächste Woche fertig. Wir wollen in drei Wochen einziehen und dann hätten wir die Küche schon gern zeitnah.

Mitarbeiter: Das kann ich natürlich sehr gut verstehen. Ich schaue mal kurz nach, wie die Lieferzeiten des Küchenherstellers sind.

Fr. Winter: Das wäre nett.

Mitarbeiter: Also, der Hersteller hat momentan eine Lieferzeit von drei bis sechs Wochen. Sobald die Möbel bei uns angekommen sind, können wir einen Montagetermin mit Ihnen vereinbaren. Allerdings geht das erst, wenn die Möbel bei uns eingetroffen sind.

Fr. Winter: Das verstehe ich. Aber die Möbel müssen schnellstmöglich geliefert werden. Nicht erst nächstes Jahr im Mai.

Mitarbeiter: Das habe ich so eingetragen. Sie bekommen dann noch mal eine geänderte Auftragsbestätigung per E-Mail, in der das neue Datum vermerkt ist.

Fr. Winter: Vielen Dank. Und wie lange dauert es dann etwa, bis wir einen Montagetermin bekommen?

Mitarbeiter: Wenn die Möbel bei uns eingetroffen sind, meldet sich am selben Tag noch das Montageteam bei Ihnen und vereinbart einen Termin. Dann kommt es nur darauf an, wie flexibel Sie zeitlich sind.

Fr. Winter: Das ist kein Problem. Ich arbeite von zu Hause aus und bin also immer da.

Mitarbeiter: Das ist doch super. Dann warten Sie, bis sich meine Kollegen bei Ihnen melden. Sollten Sie in sechs Wochen noch nichts gehört haben, dann rufen Sie einfach noch mal bei mir an. Dann schaue ich gerne nach, wo das Problem ist.

Fr. Winter: In Ordnung. Das mache ich. Ach so, mir fällt gerade noch ein, dass wir die Elektrogeräte ja selbst besorgen. Bauen die Monteure die dann trotzdem mit ein?

Mitarbeiter: Wenn sie noch originalverpackt sind, dann bauen die Kollegen Ihnen die Geräte für 40 Euro pro Gerät in die neue Küche ein. Das besprechen Sie dann am besten, wenn Sie wegen des Termins angerufen werden, damit die Monteure auch Bescheid wissen.

Fr. Winter: Alles klar. Dann vielen Dank für Ihre Hilfe.

Mitarbeiter: Sehr gerne, Frau Winter. Wenn noch irgendetwas sein sollte, dann melden Sie sich wieder. Wir sind jederzeit für Sie da.

Fr. Winter: Dankeschön. Das ist sehr nett. Auf Wiederhören.

Mitarbeiter: Auf Wiederhören.

Dialog Nr. 54

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Situation: Frau Berger ruft die Arztpraxis an, dass sie sich verspätet.

Personen: Frau Berger, Sprechstundenhilfe

Ort: Am Telefon

Sprechstundenhilfe: Zahnarztpraxis Dr. Börner, Sie sprechen mit Nadine. Was kann ich für Sie tun?

Fr. Berger: Guten Tag, mein Name ist Berger. Ich habe um halb vier einen Termin beim Herrn Doktor. Ich wollte nur sagen, dass ich mich um etwa eine halbe Stunde verspäte. Die U-Bahn ist mir gerade eben vor der Nase weggefahren. Die nächste kommt erst in zwanzig Minuten.

Sprechstundenhilfe: Das ist kein Problem, Frau Berger. Ich sag‘ dem Doktor Bescheid. Lassen Sie sich ruhig Zeit. Wir haben heute nicht mehr viele Termine.

Fr. Berger: Ach, das ist ja lieb von Ihnen. Sagen Sie, wie komme ich denn dann von der U-Bahn-Station zu Ihnen? Die Brücke bei Ihnen auf der Straße ist doch seit letzter Woche wegen Bauarbeiten gesperrt, oder? Ich bin sonst immer direkt von der U-Bahn in die Straßenbahn umgestiegen und die hielt dann bei Ihnen vor der Tür.

Sprechstundenhilfe: Richtig. Von der U-Bahn-Station fährt die Straßenbahn momentan nicht zu uns. Aber es gibt einen Ersatzverkehr mit Bussen, der auch direkt von derselben Stelle am Bahnhof abfährt. Der hält fast bei uns vor der Tür. Von dort müssen Sie nur fünf Minuten zu Fuß gehen.

Fr. Berger: Sehr schön. Wissen Sie, wie die Buslinie heißt? Nicht, dass ich dann noch in den falschen Bus einsteige und nie bei Ihnen ankomme.

Sprechstundenhilfe: Das ist die Line 260, Frau Berger.

Fr. Berger: Sehr schön. Vielen Dank. Dann bis gleich.

Sprechstundenhilfe: Bis gleich, Frau Berger.

Dialog Nr. 55

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Situation: Frau Horn ruft LEG an, damit das Problem zu Hause behoben werden muss.

Personen: Herr Wilke, Frau Horn

Ort: Am Telefon

Herr Wilke: Wohnungsgenossenschaft LEG, Sie sprechen mit Herrn Wilke. Was kann ich für Sie tun?

Frau Horn: Guten Tag Herr Wilke. Hier ist Frau Horn aus der Luisenstraße 12. Bei mir klemmt seit drei Wochen das Fenster in der Küche. Ich habe schon letzten Monat bei Ihnen angerufen, aber bisher hat sich niemand darum gekümmert. Wann kommt denn da endlich mal ein Handwerker?

Herr Wilke: Frau Horn, ich habe die Firma bereits beauftragt. Haben die sich

noch nicht bei Ihnen gemeldet?

Frau Horn: Nein, bei mir hat sich keiner gemeldet. Wir haben Frühling und ich möchte das Küchenfenster gern öffnen, aber es klemmt. Ich kann das Fenster gar nicht mehr öffnen.

Herr Wilke: Frau Horn, ich werde sofort noch mal bei der Fensterbaufirma anrufen und nachfragen, was da los ist. Das geht ja so nicht!

Frau Horn: Das wäre nett. Ich habe aber noch ein weiteres Problem. Eine meiner Steckdosen im Wohnzimmer funktioniert plötzlich nicht mehr.

Herr Wilke: Verstehe. Ich beauftrage umgehend den Elektriker. Der ruft Sie an und vereinbart einen Termin.

Frau Horn: Na hoffentlich.

Herr Wilke: Sollte er sich nicht bis morgen bei Ihnen melden, rufen Sie mich noch mal an. Dann kümmere ich mich darum.

Frau Horn: In Ordnung. Und der Monteur fürs Fenster?

Herr Wilke: Den rufe ich direkt im Anschluss an und melde mich dann noch mal bei Ihnen.

Frau Horn: Gut. Dann bis später, Herr Wilke.

Herr Wilke: Ja, bis gleich.

Dialog Nr. 56

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Situation: Manuela wird auf dem Weg zur Bank überfallen.

Personen: Manuela, Uwe, Räuber

Ort: Im Park

Manuela: Huch!

Räuber: Dreh dich nicht um und geh ganz ruhig weiter.

Manuela: Was wollen Sie von mir?

Räuber: Geh an den Büschen vorbei und hinter die Bäume.

Manuela: Ich habe Angst. Lassen Sie mich bitte gehen.

Räuber: Jetzt stehen bleiben. Alles, was du in den Taschen hast, legst du jetzt in deine Handtasche.

Manuela: In … in Ordnung. In … in die Tasche.

Räuber: Jetzt die Tasche ganz langsam abstellen.

Manuela: N… nehmen Sie die T…Tasche, aber bitte lassen Sie mich gehen.

Räuber: Schieb die Tasche mit dem Fuß nach hinten. … Ja, gut so. Und jetzt keine Bewegung.

Uwe: So, mein Freund. Jetzt bewegst du dich besser nicht und gibst mir die Tasche.

Räuber: Was? Nein, lass mich los! Au!

Uwe: Ich habe bereits die Polizei gerufen. Wenn du also schlau bist, bleibst du schön liegen.

Räuber: So ein Mist!

Manuela: Uwe? Wo kommst du denn her?

Uwe: Ich bin direkt nach dir aus dem Büro gegangen und wollte zu meinem Auto. Das steht genau hinter dir. Da habe ich den Mann gesehen, wie er dir gefolgt ist. Ich dachte, dass du vielleicht Hilfe brauchen könntest.

Manuela: Oh Gott, vielen, vielen Dank. In dieser Tasche sind meine ganzen Ersparnisse. Ich wollte heute direkt nach der Arbeit zur Bank und alles einzahlen. Das wäre eine fette Beute für den Mistkerl gewesen.

Uwe: Kennst du ihn?

Manuela: Nein, ich habe ihn noch nie gesehen.

Uwe: Hmm … komischer Zufall, dass du überfallen wirst, wenn du so viel Bargeld bei dir trägst.

Manuela: Ja, schon. Aber vielleicht ist es tatsächlich nur Zufall.

Uwe: Das wird die Polizei herausfinden. Da kommt sie schon.

Manuela: Vielen Dank für deine Hilfe, Uwe.

Uwe: Kein Problem. Soll ich dich vielleicht zur Bank begleiten und anschließend nach Hause fahren? Du musst dich von dem Schreck erst mal erholen.

Manuela: Das wäre super. Ich fühle mich sicherer, wenn ich nicht allein bin. Danke.

Uwe: Gern. Ist doch kein Problem.

Dialog Nr. 57

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Situation: Tim und Emma haben sich gestritten und Tim möchte, dass Emma wieder nach Hause kommt.

Personen: Tim, Emma

Ort: In der Wohnung, auf der Straße

Tim: Hallo Emma, hier ist Tim. Bitte ruf mich an. … Hallo Emma, geh bitte an dein Telefon, wir müssen über gestern Abend reden. Bitte ruf mich zurück. … Ich rufe dich jetzt an und ich will, dass du ans Telefon gehst. … Mann, endlich! Wo hast du die ganze Zeit gesteckt? Wieso gehst du nicht ans Telefon?

Emma: Was ist denn los? Warum rufst du mich an?

Tim: Ich stehe vor deiner Haustür und du bist nicht da. Wo bist du?

Emma: Ich bin bei einer Freundin. Ich muss nachdenken, ich brauche Zeit. Ich

Jana und Kevin sagen soll. Du weißt, wenn ich einmal was verspreche…

Emma: Mach dir keine Gedanken, ich rufe heute meine Tante an. Sie hat einen Zweitschlüssel des Hauses. Für Notfälle. Den könnt ihr bekommen und dann in den Briefkasten werfen.

Tim: Ach Emma. Sag mir, wo du bist. Ich komme dich holen.

Emma: In Berlin.

Tim: Was? Was machst du denn da? Bei wem wohnst du da in Berlin?

Emma: Bei einer Freundin. Tim, Ich muss jetzt auflegen. Flieg mit Jana und Kevin nach Ibiza und denk über alles nach. Ich werde das hier ebenfalls machen, und muss sehen, ob ich dich vermisse. Ich hoffe, du kannst das verstehen.

Tim: Emma, was machst Du? Wo steckst du? Komm nach Hause. Wir haben doch übermorgen einen Flug nach Ibiza. Das wird uns beiden guttun und wir können in Ruhe über alles reden.

Emma: Ich fliege auf keinen Fall mit nach Ibiza, das habe ich dir schon gesagt, aber du hast mir ja nicht zuhören wollen.

Tim: Wenn du nicht mitkommst…

Emma: Du denkst nur an dich, nur du, du! Du willst, dass ich mitkomme, weil…

Tim: Weil wir kein Hotel gebucht haben, und deshalb weiß ich nicht, was ich wenn du zurückkommst, können wir uns zusammensetzen und über alles reden.

Tim: Ich wusste nicht, dass du eine Freundin in Berlin hast. Wer ist sie überhaupt? Kenne ich sie von früher?

Emma: Sie ist meine alte Schulfreundin. Letztes Jahr ist sie hier umgezogen und ich wollte sie besuchen.

Tim: Du bist bei einem anderen Mann. Gib‘s doch zu!

Emma: Wie kommst du darauf?

Tim: Du lügst, Emma. Das merke ich doch.

Emma: Ja, es stimmt, aber es ist nicht das, was du denkst.

Tim: Was glaubst du denn, was ich denke? Was soll ich denn denken, wenn meine Frau nachts bei einem anderen Mann ist?

Emma: Erinnerst du dich nicht mal daran, dass du mich aus der Wohnung getrieben hast, Tim.

Tim: Nein, das war nicht so! Wir haben uns gestritten, und du hast die Wohnung verlassen.

Emma: Okay. Ich sag‘ dir nur, fliege ohne Sorgen nach Ibiza. Denk nach und lass uns nach deiner Rückkehr aus dem Urlaub nächste Woche reden.

Tim: Ich fliege ohne dich nicht nach Ibiza. Willst du es dir nicht noch einmal überlegen? Es ist noch nicht zu spät.

Emma: Nein, es bleibt dabei. Bis Montag.

Tim: Halt, leg nicht auf, ... hallo?

Emma: Was?

Tim: Hör zu, du musst mir versprechen...

Dialog Nr. 58 

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Situation: Nadine macht eine Radtour und ihr Fahrrad ist im Zug kaputtgegangen.

Personen: Nadine, Angestellter

Ort: Im Bahnhof

Nadine: Oh nein! Da fährt man einmal mit der Bahn und dann passiert so etwas! Was soll ich denn jetzt tun? So kann ich das Rad nicht benutzen. Schöner Mist! Hallo, Sie da! Sind Sie für Transportschäden zuständig?

Angestellter: Äh, ja? Guten Tag, junge Frau. Wo ist das Problem?

Nadine: Ich komme eben mit dem ICE aus Stuttgart. Ich hatte mein Fahrrad dabei und es in diesem Extra-Waggon angeschlossen. Jetzt habe ich es gerade von Ihrem Kollegen wiederbekommen und sehen Sie mal! Da ist eine „Acht“ im Vorderrad! Übrigens sind viele Speichen gebrochen. So kann ich das Rad nicht benutzen. Mein Urlaub ist im Eimer!

Angestellter: Oha! Das sieht ja übel aus! Aber ich kann Ihnen helfen. Das ist Transportschaden. Wenn Sie eine Fahrkarte bei uns kaufen, haben Sie automatisch das Recht auf Schadensersatz.

Nadine: Na ja, Schadensersatz klingt ja gut und schön, aber womit soll ich denn jetzt meinen Fahrradurlaub machen? Eine Reparatur wird ja dauern. Wenn es überhaupt möglich ist, mein Rad zu reparieren.

Angestellter: Keine Aufregung. Solche Dinge kommen immer wieder einmal vor. Ich nehme den Schaden jetzt erst mal auf.

Nadine: Ja, und dann? Wie geht es dann weiter?

Angestellter: Dann geben Sie das Rad in eine Werkstatt. Die Rechnung reichen Sie uns dann ein. Und wir überweisen Ihnen dann den Betrag auf Ihr Konto.

Nadine: Moment! Ich muss das alles erst mal zahlen? Ich bin Studentin, so viel Geld habe ich nicht übrig! Und wie mache ich dann meine Radtour?

Angestellter: Sie können sich in der Werkstatt, die Ihr Rad repariert, ein Ersatzrad ausleihen. Das zahlen wir natürlich auch.

Nadine: Na toll. Der Urlaub fängt ja prima an! Also, ich kenne mich in Hannover nicht aus. Können Sie mir denn eine Werkstatt in der Nähe nennen?

Angestellter: Aber sicher doch. Die Firma „Radelfix“ ist gleich um die Ecke.

Nadine: Also gut. Ich hoffe, die Werkstatt hat noch geöffnet. Es ist gleich 18 Uhr.

Angestellter: Ja, die hat bis 20 Uhr geöffnet. Ich wünsche Ihnen trotz der ganzen Unannehmlichkeiten einen schönen Urlaub.

Nadine: Dankeschön und Tschüss!

Angestellter: Auf Wiedersehen.

Nadine: Hoffentlich nicht.

Dialog Nr. 59 

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Situation: Herr Meiser surft im Internet während der Arbeitszeit und wird von der Chefin erwischt.

Personen: Sekretärin, Herr Tulp, Herr Meiser, Frau Holsten

Ort: In der Arbeitsstelle

Sekretärin: Herr Meiser, Frau Holsten will mit Ihnen reden. Unter vier Augen!

Hr. Meiser: Oh ja, gerne. Wann denn?

Sekretärin: In zehn Minuten. In ihrem Büro. Pünktlich.

Hr. Meiser: Alles klar. Ich komme dann. Wow! Das ist ja der Hammer!

Hr. Tulp: Heinz, was machst du denn da?

Hr. Meiser: Ich bin auf dem Flirtportal. Schau dir mal die Frau hier an! Diese Augen. Ich muss sie treffen!

Hr. Tulp: Meine Güte, Heinz, du kannst doch hier im Büro nicht aufs Flirtportal gehen! Wenn jemand das hört! Dann bekommst du eine Abmahnung.

Hr. Meiser: Das merkt keiner. Ich lösche nachher den Verlauf. Ich muss diese Frau treffen! Wenn ich ihr jetzt nicht schreibe, dann trifft sie sich vielleicht mit dem Anderen. Diese Augen!

Fr. Holsten: Herr Meiser! Ich warte seit fünf Minuten auf Sie. Wir hatten einen Termin. Hat Frau Schmidt Ihnen nicht Bescheid gesagt?

Hr. Meiser: Ups – ähm – ja, doch, hat sie. Tut mir leid.

Fr. Holsten: Es geht um Ihre Arbeitsleistung. Was machen Sie denn da eigentlich?

Hr. Meiser: Ich? Warum?

Fr. Holsten: Das sind doch nicht unsere Produkte da auf Ihrem Bildschirm!

Hr. Meiser: Ähm – nein. Sind sie nicht. Ich war, ähm …

Fr. Holsten: Herr Meiser, Ihnen ist doch bekannt, dass Sie während der Arbeitszeit nicht privat ins Internet gehen dürfen. Das dürfen Sie nur in den Pausen! Ihre Leistung ist ohnehin in letzter Zeit sehr schwach. Deswegen wollte ich mit Ihnen unter vier Augen reden.

Hr. Meiser: Ja, Entschuldigung, Frau Holsten. Es passiert nicht wieder. Das war ein Notfall.

Fr. Holsten: Bitte erledigen Sie diese Notfälle nächstes Mal in der Mittagspause. Ich verstehe ja, dass Ihnen Ihr Single-Leben nicht gefällt, aber dafür nutzen Sie bitte Ihre Pausen! Wir erlauben unseren Mitarbeitern ja wirklich schon viel. Ständig verpassen Sie Ihre Termine. Ich hoffe, Sie haben an die Präsentation unseres neuen Produktes gedacht.

Hr. Meiser: Ähm, äh, ja, die ist so gut wie fertig.

Fr. Holsten: Das will ich hoffen. Unser Kunde kommt um 14 Uhr, bis dahin muss alles perfekt sein. Und enttäuschen Sie mich nicht wieder.

Dialog Nr. 60 

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Situation: Frau Berger ist auf der Suche nach einer neuen größeren Wohnung.

Personen: Makler, Frau Berger

Ort: Im Maklerbüro

Makler: Guten Morgen, Frau Berger. Bitte nehmen Sie Platz! Sie hatten mir am Telefon gesagt, dass Sie eine Wohnung in Bielefeld suchen?

Fr. Berger: Ja, genau. Ich habe schon in der Zeitung geschaut, aber da gibt es keine Wohnung in dieser Größe. Deswegen wende ich mich direkt an Sie. Als Makler können Sie mir sicher besser helfen.

Makler: Ja, ich denke, das kriegen wir hin. Wie groß soll die Wohnung denn sein?

Fr. Berger: Also, wir brauchen mindestens fünf Zimmer. Wir sind vier Personen: mein Mann, meine Mutter, mein Sohn und ich. Jeder braucht ein eigenes Zimmer. Und ein Wohnzimmer ist auch wichtig. Und eine große Küche. Wir brauchen die Wohnung recht schnell. Wir möchten gerne, dass meine Mutter bei uns wohnt, sonst kommt sie in ein Altenheim.

Makler: Ah, ich verstehe. Muss die Wohnung rollstuhlgerecht sein?

Fr. Berger: Ja, auf jeden Fall. Noch kann meine Mutter zwar selbst gehen, aber das wird sich bald ändern. Sie ist sehr krank.

Makler: Wenn Ihnen die Anbindung (Verbindung) an den öffentlichen Nahverkehr nicht so wichtig ist, hätte ich hier zufällig ein Angebot für Sie.

Fr. Berger: Nein, das ist nicht wichtig. Wir haben zwei Autos und mein Sohn hat ein Mofa. Da brauchen wir keinen Bus und keine Bahn.

Makler: Dann schauen Sie doch mal hier: ein Häuschen auf dem Land. Das Dorf heißt Hummeldorf und ist etwa 20 Kilometer südlich von Bielefeld. Sechs Zimmer, zwei davon sind im Erdgeschoss. Da könnte Ihre Mutter wohnen. Eine große Wohnküche, in der die ganze Familie zusammen frühstücken und essen könnte, übrigens kann Ihre Mutter Sie beim Kochen beobachten. Ein kleines Bad mit Dusche ist im Erdgeschoss. Ein größeres Badezimmer mit Badewanne ist im ersten Stock.

Fr. Berger: Das hört sich ja gut an. Wie hoch ist die Miete?

Makler: Dieses Haus kostet weniger als eine vergleichbare Wohnung in dieser Größe. Sie müssen sich allerdings um den Garten kümmern. Das ist für den Vermieter sehr wichtig.

Fr. Berger: Kein Problem, ich arbeite gerne im Garten und meine Mutter ebenfalls. Solange sie das noch kann. Wann kann ich mir das Haus denn mal anschauen?

Makler: Wir können gleich hinfahren, wenn Sie Zeit haben. Den Schlüssel habe ich hier.

Fr. Berger: Das ist ja toll! Dann machen wir das doch. Nehmen wir Ihren Wagen? Ich bin noch nie mit einem Jaguar gefahren.

Makler: Ja, gerne. Es ist mir ein Vergnügen!

Dialog Nr. 61  

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Situation: Anne und Florentine unterhalten sich über ihre Babys und Kitas.

Personen: Anne, Florentine

Ort: Auf der Straße

Anne: Oh, hallo Florentine.

Florentine: Hallo Anne. Wie geht es dir?

Anne: Ganz gut. Ich bin zurzeit immer sehr müde, aber mit einem Neugeborenen ist das ja kein Wunder.

Florentine: Das glaube ich gern. Als Pascal noch so klein war, hätte ich auch jederzeit im Stehen einschlafen können.

Anne: Wie alt ist denn Pascal jetzt?

Florentine: Er feiert nächste Woche seinen ersten Geburtstag.

Anne: Wow, ist das schon ein Jahr her? Es kommt mir vor, als wäre er erst letzten Monat geboren worden.

Florentine: Ja, die Zeit vergeht so schnell.

Anne: Sag mal, bei welchem Kinderarzt seid ihr?

Florentine: Bei Frau Doktor Wilke, wieso?

Anne: Ich habe gestern bestimmt zehn Kinderärzte hier in der Umgebung angerufen. Sie nehmen alle keine neuen Kinder mehr auf, weil sie zu viele Patienten haben.

Florentine: Was? Das wusste ich gar nicht. Aber dein Sohn muss doch zu den Vorsorgeuntersuchungen gehen.

Anne: Ja, eben. Deswegen habe ich ja alle angerufen. Aber keiner will uns aufnehmen. Dabei steht die Untersuchung nächste Woche an.

Florentine: Ich habe morgen mit Pascal einen Impftermin, dann frage ich unsere Ärztin mal, ob sie euch noch aufnimmt.

Anne: Das wäre ja super. Vielen Dank.

Florentine: Das ist doch kein Problem. Wir Mütter müssen uns doch gegenseitig helfen.

Anne: Ich habe da auch direkt noch eine Frage.

Florentine: Ja, bitte.

Anne: Ich habe mich nun schon bei fünf Kitas auf die Warteliste setzen lassen. Allerdings haben die mir wenig Hoffnung gemacht, dass ich einen Platz vor Sommer nächsten Jahres bekomme. Ich muss aber ab Sommeranfang wieder arbeiten. Was mache ich denn jetzt?

Florentine: Das habe ich auch schon von anderen Müttern gehört. Die Situation der Kitaplätze hier in Berlin ist schrecklich. Es gibt ganz viele Eltern, die in derselben Situation sind wie du.

Anne: Echt? Das war mir gar nicht bewusst. Was mache ich denn nun? Ich kann meinem Arbeitgeber ja schlecht sagen, dass ich nicht arbeiten kann, weil ich keinen Kitaplatz habe. Ich glaube, dass ich dann meinen Job verliere.

Florentine: Du kannst dich ans Jugendamt oder ans Bezirksamt wenden. Das Amt ist berechtigt, einen Betreuungsplatz für dein Kind zu finden.

Anne: Ich habe gehört, dass es auch Tagesmütter gibt, die die Kinder quasi bei sich zu Hause betreuen.

Florentine: Ja, das gibt es auch. Das kannst du auch versuchen, aber ich

glaube, dass es da auch nicht anders aussieht.

Anne: Ich werde mich mal erkundigen. Vielen Dank für deine Hilfe.

Florentine: Ach, gerne doch. Wenn du noch Hilfe brauchst oder einfach mal reden willst, dann ruf mich doch an. Wir können uns auch gern mal auf einen Kaffee treffen.

Anne: Sehr gerne. Ich melde mich nächste Woche bei dir, okay?

Florentine: Ja, ich freu mich. Bis dann.

Anne: Bis dann.

Dialog Nr. 62 

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Situation: Anna ist erkältet und versucht am Telefon, einen Termin beim Hausarzt zu vereinbaren.

Personen: Anna, Frau Schäfer, der Arzt, Frau Klein

Ort: beim Arzt

Telefonansage: Vielen Dank für Ihren Anruf. Sie sind verbunden mit der Praxis Schneider. Da wir gerade Urlaub machen, ist unsere Praxis vom 5. bis 20. August geschlossen. Ab dem 21. August sind wir wieder für Sie erreichbar. In dringenden Fällen erreichen Sie unsere Vertretung, Praxis Dr. Ulrich unter folgender Telefonnummer: 28 33 14 77. Wir wünschen Ihnen einen schönen Tag und stehen bald wieder zu Ihrer Verfügung.

Anna: Na ja, ich ruf‘ mal die Vertretung an.

Fr. Schäfer: Hier Praxis Dr. Ulrich, Heike Schäfer. Guten Tag. Was kann ich für Sie tun?

Anna: Guten Morgen. Mein Name ist Anna Krüger, ich hätte gern einen Termin bei Dr. Ulrich.

Fr. Schäfer: Waren Sie schon einmal bei uns?

Anna: Nein, eigentlich bei Herrn Doktor Schneider, aber er ist in Urlaub.

Fr. Schäfer: Stimmt. Wir sind Vertreter für Herr Doktor Schneider. Sind Sie gesetzlich oder privat versichert?

Anna: Ich bin gesetzlich bei der AOK versichert.

Fr. Schäfer: Okay, bei der AOK. Ähm, können Sie nächsten Donnerstag um 15 Uhr kommen?

Anna: Geht es nicht früher? Ich fühle mich nicht gut. Sie hören vielleicht, dass ich stark erkältet bin.

Fr. Schäfer: Ja, das hört man.

Anna: Die letzten zwei Tage ist es ganz arg und gestern Abend hatte ich auch relativ hohes Fieber, so 40 Grad. Und heute Morgen habe ich auch die Temperatur gemessen, da hatte ich noch 39. Und es wird jetzt mit den Halsschmerzen auch immer schlimmer. Kann ich vielleicht noch heute vorbeikommen?

Fr. Schäfer: Na, wenn es so akut ist, dann können Sie auch heute ohne Termin kommen, aber da müssen etwas länger warten.

Anna: Gut, ähm wie lange ist die Praxis heute geöffnet?

Fr. Schäfer: Unsere Sprechstunde geht bis zwölf Uhr, aber seien Sie bitte bis elf Uhr da und vergessen Sie Ihre Versichertenkarte nicht.

Anna: Nein, die bringe ich bestimmt mit. Vielen Dank. Bis gleich.

Fr. Schäfer: Bis gleich dann.

Anna: Guten Morgen.

Fr. Klein: Guten Morgen.

Anna: Ich bin Anna Krüger. Ich habe vor einer halben Stunde angerufen. Ich glaube, ich habe mit Ihrer Kollegin gesprochen.

Fr. Klein: Ah ja, kann sein. Sind Sie zum ersten Mal bei uns?

Anna: Ja.

Fr. Klein: Gut. Und wo sind Sie versichert?

Anna: Bei der AOK.

Fr. Klein: Die Versichertenkarte bitte.

Anna: Ja, hier ist sie.

Fr. Klein: Danke. Und hier ist der Patientenbogen. Bitte füllen Sie den aus und bringen Sie ihn mir, wenn Sie fertig sind, ja?

Anna: Das mach‘ ich.

...

Anna: Hier, bitte.

Fr. Klein: Danke. Sie können drüben im Wartezimmer Platz nehmen. Herr Doktor Zimmermann ruft Sie dann auf.

Anna: Alles klar, danke.

Fr. Klein: Anna Krüger, bitte in den Raum vier.

Anna: Guten Tag, Herr Doktor.

der Arzt: Guten Tag. So, was haben Sie denn für Beschwerden?

Anna: Na ja, ich hab' jetzt schon länger ziemliche Kopfschmerzen und Halsschmerzen. Ich hab' das Gefühl, ich kann gar nicht mehr schlucken. Es tut immer weh.

der Arzt: Sie klingen ja ganz schön erkältet.

Anna: Außerdem habe ich seit vorgestern auch Husten und hohes Fieber und ... Jetzt ist es so, dass der Husten nicht weggeht.

der Arzt: Na, dann schaue ich mir das mal an. Bitte einmal den Mund aufmachen und "A" sagen.

Anna: Aaaaaa.

Hr. Doktor: Noch einmal bitte.
Anna: Aaaaaa.
Hr. Doktor: Danke. Ja, der Hals ist ziemlich rot und da sehe ich schon eine Mandelentzündung.
Ich werde Sie mal kurz abhören. Wenn Sie bitte den Oberkörper freimachen.
Anna: Mhm.
Hr. Doktor: Okay, dann ganz tief einatmen ... und ausatmen und nochmal einatmen ... und ausatmen! Okay, naja, Frau Krüger, das ist schon noch sehr verschleimt und ... Also es hört sich schon nach einer leichten Bronchitis an.
Anna: Ist es so schlimm?
Hr. Doktor: Machen Sie sich keine Sorgen. Das kriegen wir wieder hin. Also, ich gebe Ihnen erst einmal eine Spritze gegen die Schmerzen.
Anna: Spritze?
Hr. Doktor: Was denn, haben Sie etwa Angst vor einer Spritze?
Anna: Ne, na ja, ich war letzten Monat im Krankenhaus. Bei mir wurde Blut abgenommen. Und als ich die Spritze gesehen hab‘, da ist mir ganz schlecht geworden. Ich habe geschwitzt und mein Herz hat immer schneller geklopft. Diese Spritzen … das war schon immer ein Problem für mich. Ich bin fast umgefallen.
Hr. Doktor: Keine Angst! Ich habe einen Trick.
Anna: Ach ja?
Hr. Doktor: Ja. Sind Sie gegen Penizillin allergisch?
Anna: Nein.
Hr. Doktor: Hier können Sie sich freimachen, und dann legen Sie sich bitte erst einmal auf die Untersuchungsliege.
Hr. Doktor: Dann müssen Sie einfach die Luft anhalten. So … also nicht atmen, … Achtung, das piekt ein bisschen … Sie können die Hose wieder hochziehen.
Anna: Ist es schon vorbei?
Hr. Doktor: Ja, schon vorbei. Das habe ich ja gesagt. Sie werden sehen, das wird dann schnell besser werden, aber bleiben Sie die nächsten Tage im Bett und schonen Sie sich.
Anna: Okay, das mach’ ich.
Hr. Doktor: Ich verschreibe Ihnen noch etwas gegen die Halsschmerzen und schreibe Ihnen auch Penizillin gegen die Entzündung auf. Das nehmen Sie bitte, bis die Packung alle ist, auch wenn es Ihnen schon wieder besser geht.
Anna: Alles klar.
Hr. Doktor: Und die Tabletten helfen gegen das Halsweh und Fieber.
Anna: Und wie muss ich das nehmen?
Hr. Doktor: Dreimal täglich und dann wird es Ihnen sicher schnell besser gehen. … Müssen Sie arbeiten?
Anna: Ja, ich muss freitags und samstags arbeiten.
Hr. Doktor: Okay, ich schreibe Sie jetzt krank, bis, zumindest mal bis Samstag. Sie müssen sich unbedingt ausruhen.
Anna: Ja, mach‘ ich.
Hr. Doktor: Sie bekommen dann das Rezept und den Krankenschein draußen bei der Sprechstundenhilfe.
Anna: Gut, danke schön, Herr Doktor. Auf Wiedersehen.
Hr. Doktor: Auf Wiedersehen.

Dialog Nr. 63  

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Situation: Herr Adisa gibt dem Arbeitgeber Bescheid, dass er im Krankenhaus ist und nicht zur Arbeit kommen kann.

Personen: Frau Jensen, Herr Adisa

Ort: Am Telefon

Fr. Jensen: Müller und Co, Sie sprechen mit Frau Jensen, schönen guten Tag.

Hr. Adisa: Guten Morgen, Frau Jensen. Ich bin’s, … Herr Adisa.

Fr. Jensen: Herr Adisa! ... Wo sind Sie denn? Der Chef hat schon zweimal versucht, Sie auf dem Handy zu erreichen. Ist alles in Ordnung?

Hr. Adisa: Na ja, ich bin im…

Fr. Jensen: Ich verstehe Sie so schlecht. Wo sind Sie denn überhaupt?

Hr. Adisa: Ja, … die Verbindung ist … hier sehr schwach. Warten Sie mal, ich gehe mal raus. Hören Sie jetzt besser?

Fr. Jensen: Ja, jetzt geht‘s.

Hr. Adisa: Ich bin im Krankenhaus und habe erst jetzt Zeit, mich zu melden.

Fr. Jensen: Ach, du Schreck! Was ist denn passiert? Geht es Ihnen gut?

Hr. Adisa: Na ja, ich habe jetzt ein bisschen Kopfschmerzen. Auf dem Weg zur Arbeit heute Morgen ist ein Unfall passiert. Mir ist jemand ins Auto gefahren.

Fr. Jensen: Oje, aber Ihnen geht es gut?

Hr. Adisa: Ja, soweit schon. Ich wurde geröntgt. Ich habe mir leider das rechte Bein gebrochen und habe eine Gehirnerschütterung.

Fr. Jensen: Sie Ärmster. Ich werde dem Chef sofort Bescheid sagen. Und ich brauche von Ihnen dann einen Bericht des Krankenhauses für die Unfallkasse.

Hr. Adisa: Warum das denn?

Fr. Jensen: Na, Sie waren doch auf dem Weg zur Arbeit, oder?

Hr. Adisa: Ja, das ist richtig.

Fr. Jensen: Dann ist das ein Wegeunfall und wird von der Berufsgenossenschaft übernommen. Daher brauche ich dann die Unterlagen von Ihnen.

Hr. Adisa: Was genau brauchen Sie?

Fr. Jensen: Ich brauche einen Bericht vom Durchgangsarzt. Den Bericht gibt es eigentlich in jedem Krankenhaus. Nur dann wird es von der Berufsgenossenschaft anerkannt.

Hr. Adisa: In Ordnung. Ich frage hier mal danach. Ich kann Ihnen leider noch nicht sagen, wann ich wieder zur Arbeit kommen kann.

Fr. Jensen: Das ist doch kein Problem. Erholen Sie sich erst einmal ganz in Ruhe.

Hr. Adisa: Ja, danke. Mein Auto ist leider auch komplett zerstört. Das kann nicht mehr repariert werden. Es ist Schrott.

Fr. Jensen: Das glaube ich Ihnen gern. Hat der Fahrer denn wenigstens angehalten?

Hr. Adisa: Ja, das war eine junge Dame, die erst seit kurzer Zeit ihren Führerschein hat. Sie hat Gas und Bremse verwechselt und hat auch sofort angehalten. Sie hat selbst die Polizei und einen Krankenwagen gerufen und mit mir auf Hilfe gewartet.

Fr. Jensen: Na, sehen Sie, dann wird doch alles gut. Wenn Sie bei irgendetwas Hilfe brauchen, dann melden Sie sich. Sie wohnen ja nicht weit weg von der Firma. Die Kollegen sind für Sie da.

Hr. Adisa: Das ist sehr nett. Vielen Dank.

Fr. Jensen: Kein Problem, Herr Adisa. Ich wünsche Ihnen eine gute Besserung.

Hr. Adisa: Dankeschön. Ach, da fällt mir gerade noch ein, dass ich heute um zehn Uhr einen Termin mit dem Bauherrn auf der Baustelle Brain Box habe. Könnten Sie den für mich absagen? Ich habe keine Telefonnummer von Herrn Rieger auf meinem privaten Handy.

Fr. Jensen: Ja, ich sage Herrn Rieger Bescheid. Der wird das sicherlich verstehen.

Hr. Adisa: Das hoffe ich. Er ist zurzeit etwas angespannt. Aber ich werde einen neuen Termin mit ihm ausmachen, sobald ich wieder zur Arbeit kommen kann.

Fr. Jensen: Das werde ich ihm ausrichten. Dann erholen Sie sich gut und melden Sie sich, wenn etwas ist.

Hr. Adisa: Das mache ich. Vielen Dank. Bis bald.

Fr. Jensen: Bis bald. Herr Adisa.

Dialog Nr. 64  

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Situation: Ludwig und Anka treffen sich zufällig auf der Straße und unterhalten sich über Ankas Ausbildung.

Personen: Ludwig, Anka

Ort: Auf der Straße

Ludwig: Hey, Anka. Na, wie gehts dir?

Anka: Hallo Ludwig. Mir geht’s gut. Danke der Nachfrage. Und dir?

Ludwig: Ganz gut. Wie läuft denn deine Ausbildung so? Bist du noch bei Friseur Anne?

Anka: Ja, bin ich. Aber irgendwie glaube ich, dass Friseurin vielleicht doch nicht das ist, was ich den Rest meines Lebens tun will.

Ludwig: Was? Du warst doch so glücklich, als du den Ausbildungsplatz bekommen hast. Was ist denn passiert?

Anka: Nichts. Es ist halt jeden Tag das Gleiche. Haare waschen, Haare schneiden, Haare föhnen. Es ist mir nicht anspruchsvoll genug. Die meiste Zeit schneide ich nur Spitzen oder färbe Ansätze.

Ludwig: Aber du bist doch noch in der Ausbildung. Da kommen doch bestimmt auch noch spannendere Sachen. Eine Brautfrisur oder so.

Anka: Wir hatten schon ein paar Bräute im Laden, aber meine Chefin lässt mich das noch nicht machen. Sie sagt, dass mir noch die Erfahrung fehlt.

Ludwig: Siehst du, dann musst du eben noch eine Weile schneiden und färben und dann darfst du dich sicherlich auch mal daran probieren.

Anka: Ja, vielleicht hast du recht. Aber ich bin so ungeduldig. Ich fühle mich nicht richtig gefordert und mache nur stupide meine tägliche Arbeit.

Ludwig: Meine Mutter hat immer gesagt: Lehrjahre sind keine Herrenjahre. Aber wenn es dir so schlecht damit geht, dann sprich doch einfach mal mit deiner Chefin. Besser als kurz vor deinem dritten Lehrjahr, alles hinzuwerfen.

Anka: Das werde ich machen. Vielleicht bringt es ja etwas, wenn ich ihr sage, dass ich mir mehr Abwechslung wünsche.

Ludwig: Genau, ein ehrliches Gespräch bringt dich meistens weiter. Versuch es einfach. Du hast ja nichts zu verlieren.

Anka: Danke für deinen Rat. Ich werde ihn befolgen.

Ludwig: Kein Problem. Das mache ich doch gern.

Dialog Nr. 65  

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Situation: Kim zieht nach Australien, deswegen verkauft sie die Sachen, die sie nicht mitnehmen kann.

Personen: Fabiana, Kim

Ort: Vor dem Haus

Fabiana: Hallo Kim. Sag mal, was hängst du denn da auf?

Kim: Das sind Flyer für unseren Flohmarkt morgen.

Fabiana: Flohmarkt? Habt ihr euren Keller ausgeräumt, oder wie?

Kim: Nein, wir ziehen doch in zwei Wochen um.

Fabiana: Was? Wohin zieht ihr denn?

Kim: Nach Australien. Weißt du das noch nicht?

Fabiana: Nein. Aber ihr habt doch hier so ein schönes Haus. Was wollt ihr denn in Australien?

Kim: Mein Mann Alan stammt doch aus Australien. Er hat seine ganze Familie dort und wir haben uns jetzt entschieden, dass wir auswandern. Wir waren letztes Jahr drei Wochen in unserem Sommerurlaub dort zu Besuch und es ist fantastisch. Das Leben dort ist ganz anders. Viel entspannter und ruhiger.

Fabiana: Habt ihr da dann auch ein Haus?

Kim: Wir leben dort erst mal auf der Ranch von Alans Eltern. Die haben mehr als genug Platz und brauchen immer Hilfe. Ich werde dann auch dort arbeiten, bis ich neuen Job als Lehrerin gefunden habe.

Fabiana: Aber sprichst du denn so gut Englisch?

Kim: Klar, ich bin seit zehn Jahren mit einem Australier verheiratet. Ich habe ihm Deutsch beigebracht und er hat mir den australischen Dialekt beigebracht. Sonst könnte ich mich ja auch nicht mit seinen Eltern unterhalten.

Fabiana: Stimmt, daran habe ich gar nicht gedacht. Wow, das ist ja echt ein großer und mutiger Schritt, hier einfach alles aufzugeben.

Kim: Na ja, einfach ist es nicht, aber ich freue mich auf das neue Leben und die neuen Erfahrungen.

Fabiana: Das ist echt mutig, aber es klingt sehr spannend.

Kim: Ich bin auch schon ein wenig aufgeregt und nervös. Aber wir haben gespart und alles geplant. Deshalb machen wir morgen einen großen Flohmarkt und verkaufen alle unsere Sachen. Wir können natürlich nicht viel nach Australien mitnehmen. Nur Kleidung und persönliche Gegenstände, der Rest wird verkauft.

Fabiana: Verstehe. Was ist denn dann mit euren beiden Hunden? Verkauft ihr die auch?

Kim: Nein, natürlich nicht. Die reisen mit uns. Wir haben für beide im selben Flugzeug, mit dem wir nach Australien fliegen, einen Platz gebucht. Sie kommen in zwei Boxen und fliegen im Gepäckraum mit. In Australien müssen sie zwar erst einmal für zwei Wochen in Quarantäne bleiben, aber dann können wir Jack und Sam abholen.

Fabiana: Gut, ansonsten hätte ich sie genommen. Die beiden sind so liebenswert.

Kim: Ja, das sind sie. Aber ich kann die beiden nicht einfach abgeben. Sie sind schon bei mir, seitdem sie noch ganz kleine Welpen waren. Sie begleiten mich überall hin.

Fabiana: Das ist schön. Na, dann werde ich morgen mal bei euch vorbeikommen. Ich fand euren Wohnzimmertisch schon immer wunderschön.

Kim: Ich weiß. Den werde ich dir reservieren. Bring doch ein paar Freunde mit.

Je mehr wir verkaufen, desto besser.

Fabiana: Klar, ich frag‘ mal ein paar Leute.

Kim: Super. Ich freu‘ mich schon auf dich.

Fabiana: Sag mal, verkaufst du auch deine ganze Büchersammlung?

Kim: Ja, alles.

Fabiana: Oh, dann sage ich meiner Tochter Bescheid. Die liest so gerne und neue Bücher sind immer so unglaublich teuer. Die wird sich freuen.

Kim: Super. Dann bis morgen, Fabiana.

Fabiana: Bis morgen.

Dialog Nr. 66  

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Situation: Herr Korn hatte Geburtstag, aber er mag es nicht, Geburtstag zu feiern.

Personen: Herr Korn, Svenja Heller, Herr Krämer

Ort: In der Arbeitsstelle

Hr. Krämer: Schönen guten Morgen Svenja.

Fr. Heller: Guten Morgen, Urlauber! Na, alles klar? Du siehst aber braun aus! Sag mal. Was hast du im Urlaub gemacht?

Hr. Krämer: Ich bin in die Türkei geflogen, nach Bodrum. Da bin ich eine Woche geblieben und von Bodrum mit der Fähre nach Kos übergesetzt. Alles war perfekt. Ich hole mir erst einen Kaffee, dann erzähle ich dir, was mir in der Türkei passiert ist. Möchtest du auch einen?

Fr. Heller: Nein, danke. Ich hab‘ schon genug Kaffee getrunken heute.

...

Hr. Korn: Guten Morgen, Frau Heller.

Fr. Heller: Guten Morgen, Herr Korn. Sie sehen aber noch ganz schön müde aus.

Hr. Korn: Ja, das bin ich auch. Stellen Sie sich vor, was ich gestern noch erlebt habe!

Fr. Heller: Erzählen Sie doch mal.

Hr. Korn: Wir hatten ja gestern Inventur, und ich musste bis 20 Uhr im Büro bleiben, dann kam ich zu spät nach Hause. Ich hatte geduscht und mich gerade auf meine Couch gelegt, um mir einen Film anzusehen, als es plötzlich an meiner Tür geklingelt hat.

Fr. Heller: Und wer war da?

Hr. Korn: Alle meine Freunde und Verwandten.

Fr. Heller: Was? Wieso denn das? Gab es einen bestimmten Anlass?

Hr. Korn: Ich hatte gestern meinen 30. Geburtstag, aber ich wollte eigentlich nicht feiern. Ich bin kein Freund von großen Partys zu Hause.

Fr. Heller: Ach, davon wusste ich ja gar nichts. Ich wünsche Ihnen nachträglich noch alles Gute.

Hr. Korn: Danke, Frau Heller. Ich feiere meinen Geburtstag eigentlich nicht. Es ist ja auch nur ein Tag wie jeder andere.

Fr. Heller: Na, das sehen Ihre Freunde aber anders. Wie war denn Ihr Abend gestern?

Hr. Korn: Ich muss ehrlich sagen, dass es richtig schön war. Meine Gäste haben Essen und Getränke mitgebracht und wir haben bis spät in die Nacht gefeiert. Zum Schluss sind wir um zwei Uhr in einen Klub gefahren. Erst gegen morgen bin ich ins Bett gekommen. Es war richtig schön, dass wir uns alle mal wieder getroffen haben. Das hatten wir lange nicht mehr.

Fr. Heller: Na, sehen Sie. Vielleicht sollten Sie noch mal darüber nachdenken, ob Sie Ihren Geburtstag künftig nicht doch feiern wollen.

Hr. Korn: Das werde ich. Ich kann Ihnen nicht einmal genau erklären, warum ich nicht feiern möchte.

Fr. Heller: Probieren Sie es doch einfach mal aus. Wieso sollen Sie denn nicht gleich morgen mit den Kollegen aus der Abteilung feiern?

Hr. Korn: Das ist eine gute Idee! Ich werde morgen Kuchen für alle mitbringen.

Fr. Heller: Das ist doch ein guter Anfang. Sie werden sehen, Ihre Kollegen werden sich freuen.

Hr. Korn: Das denke ich auch. Danke für den Tipp, Frau Heller.

Fr. Heller: Gerne. Ich freue mich auch auf den Kuchen.

Hr. Korn: Haben Sie einen speziellen Wunsch?

Fr. Heller: Ich esse total gerne Bienenstich.

Hr. Korn: Dann bringe ich Ihnen ein Stück mit. Als Dank für Ihre Hilfe.

Fr. Heller: Ach, das ist doch nicht nötig.

Hr. Korn: Doch, doch. Das ist es.

Fr. Heller: Ah, ich fühle mich geschmeichelt.

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